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Atomares Zwischenlager ZwiLag - Fakten zum Thema Atommüll, Castor-Transporte, Zwischenlager, Endlagerung und die Wiederaufbereitungsanlagen von Sellafield und La Hague. Welche Risiken uns die Betreiber der Atomkraftwerke verschweigen.

„Zwilag“ - Ein Zwischenlager der schnellen Art

In Anbetracht der technischen und politischen Unmöglichkeit, ein Endlager zu realisieren und der Tatsache, dass die radioaktiven Abfälle aus den Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague vor der Tür standen, stellten die AKW-Betreiber ein Projekt für die Zwischenlagerung (Zwilag) auf die Beine. Dieses Scheinprojekt weist jedoch viele Sicherheitsdefizite auf. So ist beispielsweise das Zwilag nicht einmal gegen Flugzeugabstürze gesichert - angeblich sei ein solcher Unfall unwahrscheinlich. Dies, obwohl das Gelände des Zwilag unter einer Warteschlaufe des Flughafen Kloten liegt und im Jahr 1970 nur 700 m vom Zwilag-Standort entfernt eine Swissair Coronado abstürzte.
 
Das grösste Problem liegt jedoch darin, dass der einzige Schutz vor dem Austreten der Radioaktivität in die Umwelt die Castor-Behälter sind. Diese Behälter, die ursprünglich nur für den Transport gebaut wurden, müssen nur während einer halben Stunde eine Hitze von 800°C standhalten. Solche Anforderungen sind schon für einen Transport ungenügend, geschweige denn für eine jahrelange Lagerung. Ausserdem hat ein Versuch der deutschen Materialprüfungsanstalt (TüV) ergeben, dass schon ein einzelner herabstürzender Dachträger einen Castor-Behälter so stark beschädigt, dass er „grob undicht“ wird. Falls dies passiert, so gibt es keine weiteren Sicherheitsmassnahmen mehr; die Radioaktivität gelangt ungehindert in die Umwelt.
 
Der Physiker Gerald Kirchner schreibt in seiner Zwilag-Kritik: „Beim vorgesehenen Zwischenlager handelt es sich um das einfachste Konzept, das meiner Meinung nach aber auch am wenigsten Sicherheit bietet. Es hat andere alternative Entwicklungen gegeben, die aus kommerziellen Gründen nicht zum Zuge gekommen sind.“.